GEwaltschutz ist kein luxus!

Die LAG Autonomer Frauenhäuser NRW hat eine Kampagne gestartet, um die Situation der Frauenhäuser in NRW endlich zu verbessern. Für bessere Frauenhauszugänge für gewaltbetroffene Frauen.

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O Töne

Zu wenig zugängliche Frauenhausplätze – was bedeutet das konkret?

Was bedeutet es zum Beispiel für eine Bewohnerin, eine Gleichstellungsbeauftragte oder eine Mitarbeiterin in einer Beratungsstelle, dass es nicht genügend Frauenhausplätze gibt bzw. die Zugangshürden so hoch sind – in den O-Tönen berichten euch die Frauen davon.

Sabine Tellmann, Fachanwältin

Sabine Tellmann vertritt Gewaltbetroffene Frauen und berichtet von den Verfahrensabläufen sowie den dramatischen Zusatzherausforderungen für Gewaltbetroffene Frauen mit Kindern.

Jenni, Beratungsstelle des Mädchenhauses

Jenni erzählt aus ihren Beratungsgesprächen mit jungen Gewaltbetroffenen Frauen und den großen Herausforderungen, die sich aufgrund der fehlenden Plätze ergeben.

Melina – Mädchenhaus Bielefeld e.V.

Melina arbeitet mit Johanna in der Fachstelle Gewaltschutz bei Behinderung - Mädchenhaus Bielefeld e.V. Melina berichtet welche politischen, strukturellen und gesellschaftlichen Maßnahmen es benötigt, um die Situation für Mädchen und Frauen mit Behinderung / chronischer Erkrankung zu verbessern.

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Kampagne

Rauf die Plätze, fertig, los!

Ab dem 8. März startet die Kampagne “Rauf die Plätze, fertig, los!” (#RaufDiePlätze), die sich für mehr zugängliche Frauenhausplätze stark macht.

2023-09-20

ENTFÄLLT - Aktionstag in Wuppertal - ENTFÄLLT

2023-10-12

Aktion vor dem Landtag in NRW

2023-10-27

Ende der Kampagne

2023-11-25

Frauenhäuser berichten

Es gibt viele Hürden, darum ist diese Kampagne wichtig

Frauenhäuser teilen, warum die Kampagne wichtig ist und berichten von ihren größten Herausforderungen.

Wir möchten in Solidarität mit allen Frauenhäusern erreichen, dass Frauen, die von Gewalt betroffen sind, mit ihren Kindern ohne Zugangshindernisse jederzeit einen Platz in einem Frauenhaus finden können….

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Wir wollen, dass die Öffentlichkeit erfährt, dass Frauenhäuser nicht vollfinanziert werden, sondern auf Spendenakquisen angewiesen sind. Wir können nicht jede von gewaltbetroffene Frau und ihre Kinder aufnehmen, ohne die bürokratischen…

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Für das autonome Frauenhaus Münster ist die Kampagne wichtig, weil wir allen gewaltbetroffenen Frauen und Kindern unabhängig von Einkommen, Nationalität, Erwerbsstatus und Behinderung Schutz vor Gewalt bieten möchten….

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Für das autonome Frauenhaus Telgte ist die Kampagne wichtig, weil sie endlich öffentlich die Schwierigkeiten anprangert, denen Frauen gegenüberstehen, die einen Frauenhausplatz benötigen….

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Für das autonome Frauenhaus Herne ist die Kampagne wichtig, weil endlich in der Öffentlichkeit bekannt werden muss, dass die Zugangshürden zu einem Frauenhaus zahlreich sind und dass längst nicht alle…

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Für das autonome Frauenhaus in Bonn ist die Kampagne wichtig, weil wir darauf aufmerksam machen wollen, dass es trotz unseres Platzausbaus in den letzten Jahren weiterhin viel zu wenig Frauenhausplätze…

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Für das Frauenhaus Gütersloh ist die Kampagne bedeutsam, weil die Thematik der Platzfinanzierung für Frauen und Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind mehr Öffentlichkeit erfahren sollte. Für uns ist…

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Für das autonome Frauenhaus Dortmund ist die Kampagne wichtig, weil eine bedarfsgerechte Versorgung für gewaltbetroffene Frauen und deren Kinder immer noch nicht sichergestellt ist….

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Für das autonome Frauenhaus Warendorf ist die Kampagne wichtig, weil wir wollen, dass endlich eine pauschale Finanzierung der Frauenhäuser der Normalfall ist! Dass eine Frau dafür zahlen muss, weil sie…

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Für das autonome Frauenhaus Rheydt ist die Kampagne wichtig, weil sie auf die Missstände im System aufmerksam macht. Es muss in die Öffentlichkeit, dass es Frauen gibt, die für ihren…

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Erfahrungsberichte

Mitarbeiterinnen aus Frauenhäusern berichten

  • Das fühlt sich so an, als würde ich einer verletzten Person die 1. Hilfe verweigern.

    „Jede Frau sollte einen Anspruch auf Schutz haben, um ein lebenswertes Leben aufbauen zu können. Wie soll ich einer hilfesuchenden Frau erklären, dass sie weiterhin in ihrem gewaltausübendem Umfeld bleiben muss? Das fühlt sich so an, als würde ich einer verletzten Person die 1. Hilfe verweigern. Es müssen mehr Plätze geschaffen und die Finanzierung von Frauenhäusern gesichert werden."

    Mitarbeiterin

    Frauenhaus

  • ...weil in unserem Haus alle Plätze belegt sind

    „Fast täglich rufen bei uns Frauen an, für die es oft ein sehr großer Schritt ist, sich an uns zu wenden und nach Unterstützung und Schutz zu fragen. Für die Frauen ist es oft mit sehr viel Mut verbunden, sich selbst einzugestehen, dass die Gewaltsituation zuhause so nicht weitergehen kann. Danach ändert sich oft ihr komplettes Leben. Diesen Frauen im Moment des Muts nicht direkt einen sicheren Zufluchtsplatz anbieten zu können, weil in unserem Haus alle Plätze belegt sind, ist ein sehr belastendes Gefühl. Es wird dann gehofft, dass die Frau die Kraft besitzt weiterzusuchen und dass sie zeitnah woanders einen sicheren Schutzplatz finden wird."

    Beatrice

    Frauenhaus Oberhausen

Sind Sie Mitarbeiterin in einem Frauenhaus?

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit den strukturellen Zugangshürden zu Frauenhäusern.

Ein Rechenbeispiel

Frauenhausplätze sind zu teuer, das möchten wir ändern!

Frau K. wohnt mit ihren zwei Kindern in einem Frauenhaus, wo sie Schutz und Unterstützung finden konnten.

Im Frauenhaus gibt es einen finanziellen Eigenanteil von 47 € pro Person und pro Tag. Das ergibt also eine Summe von 141 € pro Tag, für die Frau K. selbst aufkommen müsste.

Hier im Kostenrechner werden symbolisch und tagesaktuell die Kosten eines Frauenhausaufenthalts für Frau K. im Kampagnenzeitraum ab dem 06.03.2023 dargestellt.

  • 357 Tage
    × 47€ Eigenanteil
    × 3 Personen
    = 50.337,00€

Sind Sie dabei?

Wir wollen die breite Öffentlichkeit erreichen, denn die Hürden beim Zugang zu Frauenhäusern für Frauen sind noch viel zu wenig bekannt – bitte unterstützen Sie uns!

Wir sind viele

Foto-Statements

Mitarbeiterinnen aus den Frauenhäusern und Verbündete haben sich mit den Statements “Rauf die Plätze, fertig, los!”, “Gewaltschutz ist kein Luxus!” und “Gewalt: Frauen zahlen doppelt!” fotografiert. Auf der Mitmachen-Seite finden Sie hierfür eine Vorlage zum Selbstausdrucken.

Zur FotoaktionAlle Statements
Fotostatement 4
Img 9143
1foto Kampagne Erika
3
Hintergrund

Solidarisiert euch!

Solange Gewalt gegen Frauen stattfindet, braucht es in Deutschland Frauenhäuser. Diese müssen auf einem soliden Fundament stehen und benötigen Planungssicherheit, um den gewaltbetroffenen Frauen und Kindern bestmöglich zu helfen. Die Finanzierungssituation und bürokratische Hürden erschweren diese rettende Grundlage.

Viele Menschen wissen nicht, dass Plätze im Frauenhaus für die betroffenen Frauen Geld kosten, dass es nicht ausreichend Plätze gibt oder andere Zugangshürden, wie zum Beispiel fehlende Barrierefreiheit. Der Zugang zu den sicheren Frauenhäusern bleibt dann für Frauen und Kinder verschlossen.

Nur durch den persönlichen Einsatz der Mitarbeiterinnen in den Frauenhäusern kann vielen Frauen trotzdem geholfen werden – allerdings sind die Häuser Projektfinanziert und so fehlt eine verlässliche und solide Grundlage, auf der die wichtige Arbeit aufbauen kann.
Wir wollen möglichst viele Menschen über die derzeitige prekäre Situation informieren und motivieren, sich mit uns zu solidarisieren. Wir wollen die Politik zum Handeln bewegen, damit jede Frau, die einen Platz im Frauenhaus braucht, auch einen bekommt. Dazu bedarf es einer gesicherten Finanzierung der Frauenhäuser – und Ihrer Mithilfe. 

Wie es gehen könnte: 3 Säulen Modell (externer Link)

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Danke für die Unterstützung!